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Fränkische Schweiz


Die Kirschblüte verwandelt die Landschaft rund um das Walberla jedes Jahr in ein weißes Blütenmeer.

Die Fränkische Schweiz zählt zu den größten geschlossenen Kirschanbaugebieten in Deutschland und darüber hinaus. Auf einer Anbaufläche von ca. 2.500 Hektar stehen hier etwa 200.000 Kirschbäume. Tausende dieser Kirschbäume befinden sich rund um das Walberla.

Hier herrschen an den Hanglagen ideale Bedingungen. Durch die Hangschräge ergibt sich eine optimale Sonneneinstrahlung. Die Hangwinde sorgen für einen Abfluss der Kaltluft und beschleunigen bei erhöhter Feuchtigkeit die Trocknung, wodurch das Aufplatzen der Kirschen vermindert wird. Optimale Bodenverhältnisse herrschen im Bereich des Eisensandsteins, da hier der Boden besonders gut durchlüftet wird. Früher wurde meist nur dieser Bereich zum Kirschanbau genutzt, mittlerweile wird aber auch in tieferen Lagen Obstanbau betrieben. In den höheren Lagen werden die Ansprüche der Kirschen weniger gut erfüllt. Im Bereich des Opalinustones ist die Staunässe hinderlich und darüber ist der Boden zu trocken. Dies ist besonders zur Blütezeit ersichtlich, wenn die Kirschbäume einen weißen Kranz unterhalb der Felsen um die Ehrenbürg bilden.

Je nach Witterungsbedingungen erscheinen die weißen Kirschblüten am Walberla im April. Meist setzte die Blüte Mitte April ein, um dann gegen Ende April ihren Höhepunkt zu haben. Aber in den letzten Jahren schob sich der Beginn nach vorne, so dass Mitte April wohl als bester Zeitpunkt gilt, um die Kirschblüte am Walberla zu bewundern.

Nach einer Reifezeit von etwa 60 Tagen können die süßen Früchte in der Regel im Juni geerntet werden. Dann können die frisch gepflückten Kirschen direkt an einigen Hof- und Straßenständen gekauft werden.

Für die Fränkische Schweiz kann man das aktuelle Stadium der Kirschen in einem BlütenbarometerBlütenbarometer nachverfolgen.

Der Kirschanbau in der Fränkischen Schweiz hat seinen Ursprung im 11. Jahrhundert. Die ersten Bäume standen damals vermutlich im Benediktinerkloster Weißenohe. Nachdem die Züchtung der Kirschen durch die Mönche immer weiter verbessert wurde, wurde der Anbau auch von Bauern übernommen. So gelangen sie im Laufe des Mittelalters auch an den Hängen des Walberlas, wo früher sogar Weinanbau möglich war. Seitdem stieg der Kirschanbau zu einem festen Bestandteil der Landwirtschaft an, und war zeitweise sogar ein wesentlicher Faktor. Zur Obstanbaukultur gehörte es auch, dass in fast jedem Kirschgarten eine der typischen Kirschhütten zu finden war.

Die Süßkirsche nimmt etwa 3/4 des Marktanteils des Obstanbaus am Walberla ein. An zweiter Stelle folgen Zwetschgen. Neben Äpfel werden andere Ostsorten wie Birnen oder Sauerkirschen nur vereinzelt angebaut.


Süßkirsche

Prunus avium

Kurzbeschreibung (Walberla)

Familie: Rosengewächse

Früher bestanden die Kirschbäume am Walberla ausschließlich aus Hochstammbäumen. Mittlerweile schwinden diese allerdings und werden durch Niedrigstammbäume ersetzt, da diese besser bewirtschaftet werden können. Ebenfalls werden einige der Kirschgarten aufgegeben und in Wiesen oder Äcker umgewandelt. Einige der typischen und ökologisch besonders wichtigen Streuobstwiesen sind aber noch erhalten.

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Weitere Bilder der Kirschblüte am Walberla

Weitere Bilder der Kirschblüte am Walberla finden Sie in der Bildergalerie: Rund ums Walberla :: Frühling
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